____________DER ENGLISH TOY TERRIER____________

 

 

Ein Hund wie eine Katze...
               
             
 

Das Wesen des ETT könnte nicht gegensätzlicher sein! Er ist feinsinnig, sensibel, vorsichtig und verträglich. Obwohl er genauso fröhlich, neugierig, verspielt, frech und wachsam ist. Und total verschmust! 

 

Das Verhalten des ETT hat viele Gemeinsamkeiten mit dem Verhalten eines Windhundes. Trotzdem kann er seine Terriernatur nicht leugnen. Bei ihm sind noch alle Hundeinstinkte vorhanden, so wälzt er (und sie!) sich gerne auch mal in Fuchsdreck oder in etwas „totem“. Wenn man bedenkt wie er sich aber ziert, um z.B im Matsch zu laufen, scheint dies beinahe unglaublich!

Der ETT ist keine dominanter Hund und ist sich seiner „Grösse“ sehr bewusst. Auf Raufereien lässt er sich nur im äussersten Notfall ein.

Auch wenn der ETT so klein und zerbrechlich wirkt sollte er Kontakt zu grossen Hunden haben. 

 

Der ETT ist sehr wachsam und schlägt verlässlich an, diese Eigenschaft entwickelt sich aber erst mit der Zeit. Wie er auch erst im Erwachsenenalter beginnt, äusserst misstrauisch gegenüber Fremden zu sein. Hat er aber jemanden ins Herz geschlossen (der ETT hat ein sehr grosses Herz!) wird dieser immer wieder erkannt.

Obwohl der ETT ein Hund ist, erinnert er beim Spiel schon manchmal an eine Katze. Nur das er dann die Fellmäuse auch richtig zur Strecke bringt * schmunzel*

Er hat eine Vorliebe für alles, was eigentlich kein Hundespielzeug ist und Plüschtiere. Diese Vorlieben sind bei ihm wahrscheinlich in den Genen! Wenn der ETT spielen will, kann er sehr kreativ sein. Denn wenn man mit ihm und dem Spielzeug das er gerade gebracht hat nicht mehr spielt, so holt der gleich das nächste, weil er denkt es sei uns zu langweilig geworden.

Natürlich rennt er auch gerne Stöckchen hinterher, apportieren jedoch ist „Retrieverarbeit“!

 

                               

 

Die Haltung des ETT im Zwinger ist unmöglich! Er würde zu Grunde gehen! Er braucht die Wärme und die Nähe zu seinem Menschen so, wie er  die Luft zum atmen braucht! Auf dem Sofa liegt er dann auch auf seinem Menschen und nicht daneben. Oder er zwängt sich zwischen dich und die Rückenlehne. Hauptsache warm, eng, kuschelig und gaaaaaaaanz nah bei dir!

Wenn er die freie Wahl hat, sich den Schlafplatz auszusuchen, wird dieser bestimmt im Bett bei dir sein. Unter der Decke und in deinen Arm gekuschelt! Und solltest Du ihm das verbieten, wird er sich einfach reinschleichen, wenn du schon schläfst. Und wenn du dann erwachst, gucken dich zwei grosse, schwarze ETT-Augen an!

Und hier noch eine Warnung an alle Frauen:Es ist der Mann, der zuerst schwach wird und dem ETT erlaubt im Bett zu schlafen!

 

    

 

 

                 
  

Es wird immer wieder im Rassenbeschrieb geschrieben, das der ETT auch mit einem grossen Garten zufrieden ist. Kann sein. Aber er liebt ausgiebige Spaziergänge von mehreren Stunden und auch eine Bergtour meistert ein trainierter ETT problemlos! Hauptsache das Wetter stimmt!

Denn der ETT ist ein richtiger Schönwetterhund. Er liebt die Sonne! Wenn es draussen regnet und dann auch noch kalt ist, braucht es schon ganz schön viel Überredungskunst, damit er eine Pfote vor die Tür setzt. Und sollte man es wagen in diesem Wetter auch noch einen längeren Spaziergang zu machen, wird man bestraft mit einem armseligen, zitternden Bündel, das sein Schwänzchen ganz fest einzieht und neben einem herschleicht. Sobald man dann aber wieder in der warmen Wohnung ist, gibt eben dieses Bündel Vollgas und flitzt wie irre durch die Wohnung!

 

 

Obwohl der ETT unheimlich lieb zu Kindern ist, ist er nicht der ideale Kinderhund. Er ist sehr sensibel, wehrt sich kaum gegen Schmerzen und bei seiner Grösse ist es ein leichtes für ein Kind ihn herumzuzerren. So, sollte man immer ein Auge auf die Kinder haben wenn sie mit dem Hund spielen. Jedoch versteht es sich von selber, das man ein Kind niemals mit einem Hund alleine lässt. Und sei er auch noch so klein und brav!  

 

               
 
 

 

Die Erziehung des ETT ist eigentlich sehr einfach, da er sehr intelligent und lernwillig ist. Nur wenn es ihm langweilig wird, geht nichts mehr. Dann schaltet er auf stur und hinterfragt den Zweck der Übung. Ewiges wiederholen von Übungen, die er beherrscht findet er langweilig und lässt sich dann auch kaum mehr zu noch mehr Wiederholungen motivieren. Hat er bei etwas Neuem aber begriffen, was man von ihm will, versucht er es immer noch besser zu machen. Denn er möchte seinem Menschen gefallen!

Ein ETT Welpe ist unheimlich klein und weckt den Beschützerinstinkt in uns. Trotzdem sollte man ihn möglichst vielen Umwelteinflüssen aussetzten. So wird er ein treuer Begleiter für’s ganze Leben!

Wie bei jedem Hund ist der Besuch der Welpenspielstunde, Erziehungskurs und Hundeschule sehr zu empfehlen! Der ETT möchte auch Geistig beschäftigt sein. Nach einer Stunde Hundeschule ist er dann meist zufriedener als nach einem langen Spaziergang.

Als sehr gut geeignet für den ETT hat sich Agility! Da ist er in seinem Element und flitzt richtig schnell durch den Parcours. Denn rennen ist seine Leidenschaft!

 

 

 

 

 

Die Pflege des ETT ist nur mit minimalem Aufwand verbunden. Da er ein kurzes Fell ganz ohne Unterwolle besitzt reicht es ihn mit einem Tuch hin und wieder abzureiben. Haare verliert er sowieso kaum. Den ETT kann man nicht riechen! Selbst wenn er nass ist muffelt es nicht nach „nasser Hund“ in der Wohnung!

Die Krallen des ETT müssen regelmässig gekürzt werden, denn er hat sehr harte Krallen, die bei seinem Fliegengewicht nicht von alleine abgewetzt werden. Er sollte schon als Welpe daran gewöhnt werden. Denn wenn der kleine Kerl zappelt und sich windet und man auch noch die Krallenzange halten soll (geschweige dann auch noch die richtige Länge abscheiden) wäre man um ein paar zweite Hände unheimlich froh!

 

 

Die Gesundheit. Mit 13-15 Jahren hat der ETT eine sehr hohe Lebenserwartung. ETT Welpen haben oft schlechtes Fell und auch Hautprobleme. Mit hochwertigem Futter gibt sich das aber! Auch sollte man beim ETT Welpen darauf achten, das er nicht aus zu grosser Höhe herunterspringt oder man ihn gar fallen lässt (Kinder!) da die Knochen fein und zerbrechlich sind!

 

Wie bei fast allen Hunderassen ist auch der ETT nicht von Zuchtfehlern verschont geblieben. Am häufigsten trifft man auf fehlende Zähne. Es treten aber auch Patellarluxation, Ellbogen- und Hüftgelendsdysplasie auf. Verantwortungsvolle Züchter lassen ihre Tiere auf diese Mängel untersuchen. Auch wenn es nicht in allen Ländern Vorschrift ist.

 

 

 

Die Fütterung des ETT stellt keine besonderen Ansprüche. Das Futter sollte aber von hoher Qualität sein. Der ETT neigt zu Allergien und schuppiger Haut daher ist es sinnvoll ein Futter zu wählen, welches frei von künstlichen Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffen ist.  Schweineohren, Büffelhautknochen und Hundekuchen sind sowieso ein Leckerbissen für den ETT. Aber so richtig stinkige, getrocknete Pansen sind her Himmel auf Erden für ihn.

 

 

Und zum Schluss: 

 

Der ETT ist eine Schmusekatze im Hundekostüm! Und trotzdem ein richtiger Hund, klein und handlich!